Der Anstoss zu dieser Studie



Während des Besuches einer Klimt-Ausstellung vor einigen Jahren im Schloß Belvedere erkannte ich beim Betrachten des Bildes ‚Der Kuß’ den Zusammenhang der künstlerischen Darstellung Klimts mit der altägyptischen Mystik. Diese Beziehungen konnte ich im letzten Jahr beim eingehenden Studium des Bildnisses der ‚Adele Bloch-Bauer I’, eine Woche vor der Rückgabe des Gemäldes, noch vertiefen.

Und das kam so: Etliche Jahre nach Abschluß meines Ethnologie- und Kustgeschichtsstudiums besuchte ich in den Jahren 1993-1995 die Vorlesungen über „Ägyptische Religion“ der emeritierten Ordinaria des Instituts für Ägyptologie an der Universität Wien, der inzwischen leider verstorbenen Professorin Dr. Gertrud Thausing. Viele Symbole, die im Glauben der alten Ägypter eine wichtige Rolle spielten und die ich in diesen Vorlesungen kennengelernt hatte, erkannte ich nun in den Bildern ‚Der Kuß’ und ‚Adele Bloch-Bauer I’ wieder. Ja mehr noch, ich fand sie auch in weiteren Bildern von Gustav Klimt. Alle diese Gemälde gehören in die sogenannte Goldene Periode, welche von 1901 – 1910 währte.

 

Die von Klimt verwendeten Symbole möchte ich im folgenden Kapitel näher beschreiben.

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